Von Claus Bach, 26. März 2009, 13:10 Uhr

Bauhaus-Direktor Walter Gropius entwarf das „Märzgefallenen-Denkmal“ als Zweitplazierter eines Entwurfswettbewerbes im Jahre 1921 zum Gedenken an die Opfer des Kapp-Putsches. Es steht auf dem Weimarer Hauptfriedhof. Eine ungemein futuristische Skulptur, welche die aus dem Boden aufstrebenden Kräfte einer neuen Zukunft verdeutlichen sollte. So ähnlich beschrieb der Meister selbst seine Arbeit.

Im Volksmund heißt Gropius „Märzgefallenen-Denkmal“ heute schlicht „Gropiusblitz“. Dieser Name wurde fotografisch wörtlich genommen und die Expressivität der Skulptur mittels farbiger Blitzlicht-Inszenierung in den Grundfarben des Bauhauses überhöht.

So entstand eine zeitgenössische Interpretation der Arbeit:

Metadaten für das Finalbild Gropiusblitz_07_k:

Kamera: Nikon D300 / Belichtungsprogramm: manuell / Langzeitbelichtung in der Dunkelphase der Abenddämmerung: 40 sec / Empfindlichkeit: ISO 100 / Weißabgleich: Blitz / Rauschreduzierung: aktiviert / Rawdateien: unkomprimiert / Objektivbrennweite: 17mm / Blende: 11 /
Blitzbelichtung: Während des Belichtungszeitraums wurden jeweils 3-6 farbige Computerblitze auf das entsprechende Skulpturelement ausgelöst – mittels kleiner Farbfolien rot / gelb / blau, die dafür immer per Tape vor dem mobilen Stabblitz ausgewechselt worden sind. Das brauchte mehrere Versuche.
Die eigentliche Schwierigkeit besteht in genauer Position, Winkel und Abstand, von dem aus die Farbblitze auf die Elemente der Skulptur gerichtet werden. Das herauszufinden bedurfte empirischen Aufwands. Einen Tag vorher wurden die Positionen für die Blitze ermittelt und deren Belichtungsabstand ausgemessen.
Die Datei ist geringfügig nachbearbeitet, die intensive Färbung der Skulptur entstand schon während der Aufnahme.


Seit dem 26. März 2009 ist der „Gropiusblitz“ nun zentraler Bestandteil der neu eingerichteten „Gropius-Suite“ im Hotel „Elephant“ Weimar:









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