Von Claus Bach, 15. Januar 2014, 11:05 Uhr

Heute wurde bekannt, dass die NSA selbst in ausgeschalteten Computern und Mobiltelefonen aktiv ist. Dank heimlich installierter Trojaner – Software.
Das berichtet die New York Times in ihrer Online-Ausgabe:
„Die Technologie basiere auf Radiowellen, welche Daten über heimlich in die Computer installierte Sender übermitteln würden. Selbst im Stecker eines USB – Kabels könnten diese verborgen sein“.

Wie treffend. Diese Meldung kommt fast punktgenau zu dem Zeitpunkt, an dem die Verhandlungen über ein No – Spy -Abkommen zwischen Deutschland und den USA vorerst gescheitert sind.

„Nicht akzeptabel“ lautet der einhellige Kommentar der meisten deutschen Politiker. Und weiter: Wo kann man neu ansetzen mit der Verhandelei?
So wird erneut endlos diskutiert und selbstverständlich beschwichtigt werden.

Doch wie können wir Betroffene nun ganz persönlich auf die enthemmte Datensaugerei aus Übersee reagieren?

Vielleicht sollten Milliarden von Nutzern Beschwerde-Mails mit Anhang direkt an die NSA schicken? Zeitgleich und in derartigen Mengen, dass selbst die Riesenserver der NSA der Datenmenge nicht mehr standhalten und kollabieren. Das wär doch mal was.

In dem Film „Hackers“ aus dem Jahre 1995 hat das jedenfalls noch geklappt. Nach dem Motto: „Hacker aller Länder, vereinigt Euch und schlagt zurück“ wurden die bösen Cyber – Verbrecher märchenhaft besiegt. Eine schöne Illusion.

Aber vielleicht wäre es am ehrlichsten, die Angelegenheit als neue Naturgewalt des 21. Jahrhunderts durchzuwinken.

Für manchen Politiker hätte das noch einen schonungslosen, aber romantischen Charme.

Denn offensichtlich ist das private schon längst öffentlich geworden.
Freilich benutzerdefiniert.