Von Claus Bach, 13. Juni 2012, 11:26 Uhr

Außergewöhnliche Ereignisse ziehen in der Regel außergewöhnliche Aktionen nach sich. Doch bis jetzt ist vor Ort von der gegenwärtigen Fußball-EM wenig zu spüren. Einschlägige Spiel-Abstinenzler und Gegner wird’s freuen.

Dennnoch findet der augenblicklich größere visuelle Terror im örtlichen Einkaufsmarkt statt. Eigentlich auch wie immer:

Zu jeder Kaufquittung gibt’s Panini-Sammelbilder der Nationalspieler. Transpas, Großposter und Fähnchenreihen mit den Konterfeis der deutschen Fußballstars ergänzen das Erscheinungsbild über und neben unseren Einkaufsköpfen. Selbstverständlich gelabelt von den penetrantesten zwei Lebensmittelmarken, deren Namen man auch nicht mehr aussprechen mag. Getränke und Fertignahrung im einschlägigen-Fußball-Look.

Aber das ist auch nicht wirklich neu und gerät eher zur peinlichen Wiederholung.

Alle zwei Jahre wird eben bis zum Anschlag hochgerüstet. Die übliche Vorgehensweise. Meist hält der visuelle Spuk bis zum Ausscheiden der jeweiligen Stars an.

Das scheint wohl auch der Grund zu sein, warum sich viele Fans mit der Beflaggung ihres PKWs, Hauses oder Kleingartens noch so auffällig zurückhalten:

Bisher wurden nur vereinzelt geschmückte fahrende Objekte gesichtet. Die waren aber weniger mit Fahnen versehen. Sondern mit ganz speziellen Überziehern: Schwarz-rot-goldne Rückspiegelkondome. Die sehen wie zwei beidseitige kleine bunte Pickel aus. Speziell markierte Fahrzeuge. Für andere Verwendungszwecke gedacht. Scheint aber das neueste Ding zu sein. Diskret und trotzdem irgendwie auffällig.

Und bei Niederlagen wieder ganz schnell zu entfernen. Das ist praktisch. Und vielleicht auch ein bisschen vorausschauend.

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