Von Claus Bach, 27. Mai 2009, 11:26 Uhr

…uns nun an, selbstverständlich permanent freundlich wie gehabt, das Lächeln in ihren Gesichtern ist mehr als nur eingemeißelt. Auch die Wahl-Kandidaten der CDU bestimmen nun einzeln und paarweise konkurrierend das Stadtbild.

Und gern wüsste man, warum sie eigentlich immer vor blauem Hintergrund fotografiert wurden:
Die Antwort ist simpel: das ist nämlich fotohandwerklich korrekt, Blau ist schließlich die Komplementärfarbe zur warmen orange-gelben Hautfarbe des Gesichts und stellt so den optischen Hintergrund-Kontrast dar.

Steht im „Lehrbuch für Fotografen“ der siebziger Jahre. Ist ein bisschen lang her, wird aber immer noch gern genommen. Mit anderen Worten: Ein fotohandwerkliches Dogma, dessen Beispiele unzählige Straßen-Fotogeschäfte in unseren Städten schmücken und die fotografierten Personen auf den ersten Blick immer gleich aussehen lässt.

Und freilich auch ein bisschen albern, denn der beabsichtigte Farbkontrast verleiht den armen Foto-Probanden eine Comic hafte Erscheinungsform a la „Schweinchen Dick“ und ähnlichem. Also unfreiwillig schräg und bizarr. So was kann man beim besten Willen nicht wirklich ernst nehmen. Oder höchstens als Retro -Style. Neuer Schick von vorgestern? Das irritiert dann aber ziemlich. Denn selbst die konservative CDU will ernst genommen werden.

Oder bekommt man was nicht mit und ist zu oberflächlich respektive reiz überflutet, um in unserer hektischen, schnelllebigen  Zeit die blauen Zeichen der Parteiplatzhirsche wahrzunehmen? Denn auch der Titel des Wahlprogramms ist blau. Das wird es sein. Der Betrachter ist den CDU-Wahlstrategen einfach nicht gewachsen. Die waren doch schon immer so genial, dass es keiner gemerkt hat. Und jetzt der Trick mit dem Blau. Das ist keine Wahlkampagne mehr, sondern Wahlkunst.

Fazit: Die örtliche CDU ist pure Avantgarde nach dem Motto: „Der Mangel an Geist kann durch Kunst ausgeglichen werden“  Und Tschüß, oder besser, im Althausschen Sinne: Ski-Heil!

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