Von Claus Bach, 13. April 2011, 11:26 Uhr

So werden gern erste historische Zeitabschnitte endlos verlaufender Lebensprojekte bezeichnet. Seien es wissenschaftliche oder künstlerische, solistische oder kollektive Unternehmungen. Zu letzteren zählt auch das örtliche „Autonome Cultur Centrum“ Weimar, schlicht ACC genannt. Und freilich nicht mit dem gleichnamigen Hustenlösemittel zu verwechseln.

Im Jahre 2011 ist die ACC – Galerie 23 Jahre jung und blickt nun ebenfalls auf ihre Historie zurück. In einer umfangreichen Sammelausstellung werden vor Ort die prägnantesten Unternehmungen dieses Zeitabschnitts vorgestellt. Angefangen von Fotos der letzten DDR-Zeiten bis hin zu heutigen Gerätschaften als künstlerischem Projekt. Inner – und außerörtliche Aktivitäten werden präsentiert. Inclusive dem internationalen Atelierprogramm, welches seit 1994 lebendig ist und immer noch zäh von Stadt und Land gefördert wird.

Das einzige mit einer derartigen Laufzeit im Bundesland Thüringen.

Flankierend dazu ist nun auch ein kleiner, aber feiner quadratischer Katalog im Format 15 x 15 cm erschienen. Der so unbescheiden allerdings nicht daherkommt. Auf üppigen 600 Seiten wird die außerordentliche Umtriebigkeit des Kunstvereins ebenso ausführlich dokumentiert. Vier Kapitel stellen die wichtigsten Gruppen -und Einzelausstellungen, besagtes Atelierprogramm und sogenannte „Seitensprüge vor“. Ausstellungsprojekte außerhalb des Hauses.

„Unbeirrbar zeitgenössisch“ titelte die Lokalpresse im Jahre 2006  – anläßlich der Preisverleihung der „Arbeitsgemeinschaften Deutscher Kunstvereine“ an das ACC. Fünf Jahre sind seither vergangen.

Auf der Webseite des ACC findet sich nachfolgender Kommentar zur Ausstellung:

„Mit der Ausstellung möchte die ACC Galerie aber auch Fragen nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Kunstinstitution und Künstler, nach der Zukunft der Kunstvereine in Ostdeutschland und deren Netzwerkmöglichkeiten und nach neuen Formen der Kunstvermittlung aufwerfen, besprechen, dokumentieren.“

Und der Lebendigkeit halber stellen sich die ACC – Protagonisten der ersten und späteren Stunden am kommenden Donnerstag mit alten und neuen Aktivitäten vor.

Treffender Titel des Abends: „Die Kunst erlöst uns von gar nichts“
Beginn: 20.00 Uhr im Haus Burgplatz eins in Weimar.

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