Von Claus Bach, 27. Juli 2017, 09:49 Uhr

„Oftmals wird der schwierigere Weg gesucht, anstelle einfach zu spielen. Dieser letzte Wille, diese Entschlossenheit fehlt noch immer“.
Das kommentierte die ehemalige Welt – Fußballerin Araine Hingst während der Halbzeitpause im gestrigen Spiel der diesjährigen Fußball – EM der Frauen. Damit hat sie der Sache ungewollt existentialistische Dimensionen verliehen. Jedenfalls dann, wenn besagter Ball und seine Spielerinnen zum Maß aller Dinge werden.
Und wie sich so etwas dann als pseudophilosophischer Kommentar eines Fußballspiels anhören kann, beweist nachfolgender Fachtext zur Sache.
Doch Vorsicht. Denn selbstverständlich geizt er nicht mit Fremdworten:
Die apodiktischen Entscheidungen der Unparteiischen unterbanden jeglichen kreativen Impetus der Kontrahenten.
Sie wirkten sich entsprechend restrukturierend aus. Auf rein pragmatischer Ebene vollzog sich ein klarer Paradigmenwechsel. Spielerische Momente wurden obsolet. Anstelle rein improvisatorischer Aktivitäten dominieren nun stringent resultative das Geschehen. Dabei bleiben allerdings probate Mittel wie das akzelerierte Forechecking erhalten. Welches wiederum im krassen Gegensatz zu retardierenden Bewegungen steht. Die Eupraxie der einzelnen Operateure wurde in Mitleidenschaft gezogen und verlor an Gewicht. Das zieht gewisse atavistische Momente zwischen den Sinn stiftenden Massen nach sich. Zwar ist das Individuum noch Teil der auratischen Masse. Aber es gerät zunehmends unter das Diktum eines synchronen Spektakels. Die prononcierte Ambivalenz der Unparteiischen wird umso mehr zum Katalysator des Geschehens. Daran können freilich auch die eloquenten Konzepte der jeweiligen Trainerinnen nichts ändern. Offen bleibt allerdings, wie stark sich die zukünftige Negation existierender Reglements in Zukunft auf die prosperierende Dynamik der Ereignisse auswirkt.
So durchtrieben könnte ein Kommentar zur Frauenfußball Fußball – EM im Jahre 2017 klingen und vielleicht eine neue Zielgruppe ins Auge fassen: Die der Fußball – Hasser. Denn meist sollen das ja kulturelle Feingeister sein. Hört man.

 

 

 

Sie können jederzeit einen eigenen Kommentar mit Hilfe des Formulars am Seitenende hinzufügen.

Bisher keine Kommentare zum Artikel

  1. Bisher keine Kommentare

Kommentiere den Artikel

SPAM-Schutz
Wenn Du kein SPAM-Bot bist,
fülle bitte dieses Feld aus. *
Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.



Kommentare zu diesem Artikel über RSS 2.0-Feed verfolgen