Von Claus Bach, 15. September 2010, 11:26 Uhr

Vereinigt Euch und veranstaltet Atelierrundgänge! Dagegen ist beim schlechtesten Willen rein gar nichts zu sagen. Vor allem dann, wenn erfreulicherweise Zuwachs aus gerade jüngeren Künstlergenerationen vor Ort zu vermelden ist:

Laut Vorab-Pressebericht steigt die Zahl der diesjährig beteiligten Künstler am „Tag des offenen Ateliers“ auf über hundert. Was freilich auch der Existenz der Fakultäten Gestaltung und Medien der örtlichen Bauhaus-Universität geschuldet ist.

Neuerdings scheint es also gar nicht mehr so uncool zu sein, seinen Schaffensort mal nicht nach Berlin zu verlegen. Schließlich tummeln sich in der Hauptstadt letzten Statistiken zufolge ca 60.000 Künstler/innen.
Das ist mehr als genug und entspricht in etwa der Einwohnerzahl Weimars.

Doch auch in der Kleinstadt finden dieselben berufsbedingten Prämissen Anwendung. Hier die Klassiker:
1. „Also ich mach den Job nur übergangsweise, bis ich mich etabliert habe“.
2. „Es kann nur einen geben!“

Aber vielleicht sollten an deutschen Kunsthochschulen und Universitäten auch zunehmend Fächer für kollektive Vermarktungsstrategien angeboten werden. Denn schließlich ist nicht jeder ein Damien Hirst, der die Angelegenheit aus dem Effeff erledigt.

Und vielleicht wird aus dem 14. Tag des offenen Ateliers ein periodisch wiederkehrender örtlicher Galerierundgang. Anläßlich diverser Ausstellungseröffnungen. Wie er in anderen Städten  üblich ist.

Dann ist die Redewendung „Du Weimarer Künstler!“ auch kein Schimpfwort mehr.

Am kommenden Samstag, dem 18 September laden 49 Ateliers zur Besichtigung ein. Von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Veranstalter des ist die Stadtkulturdirektion.

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