Künstler der Stadt!

Vere­inigt Euch und ver­anstal­tet Ate­lier­rundgänge! Dage­gen ist beim schlecht­esten Willen rein gar nichts zu sagen. Vor allem dann, wenn erfreulicher­weise Zuwachs aus ger­ade jün­geren Kün­st­ler­gen­er­a­tio­nen vor Ort zu ver­melden ist:

Laut Vorab-Presse­bericht steigt die Zahl der diesjährig beteiligten Kün­stler am „Tag des offe­nen Ate­liers“ auf über hun­dert. Was freilich auch der Exis­tenz der Fakultäten Gestal­tung und Medien der örtlichen Bauhaus-Uni­ver­sität geschuldet ist.

Neuerd­ings scheint es also gar nicht mehr so uncool zu sein, seinen Schaf­fen­sort mal nicht nach Berlin zu ver­legen. Schließlich tum­meln sich in der Haupt­stadt let­zten Sta­tis­tiken zufolge ca 60.000 Künstler/innen.
Das ist mehr als genug und entspricht in etwa der Ein­wohn­erzahl Weimars.

Doch auch in der Kle­in­stadt finden diesel­ben berufs­be­d­ingten Prämis­sen Anwen­dung. Hier die Klas­siker:
1. „Also ich mach den Job nur über­gangsweise, bis ich mich etabliert habe“.
2. „Es kann nur einen geben!“

Aber vielle­icht soll­ten an deutschen Kun­sthochschulen und Uni­ver­sitäten auch zunehmend Fächer für kollek­tive Ver­mark­tungsstrate­gien ange­boten wer­den. Denn schließlich ist nicht jeder ein Damien Hirst, der die Angele­gen­heit aus dem Eff­eff erledigt.

Und vielle­icht wird aus dem 14. Tag des offe­nen Ate­liers ein peri­odisch wiederkehren­der örtlicher Galerierundgang. Anläßlich diverser Ausstel­lungseröff­nun­gen. Wie er in anderen Städten  üblich ist.

Dann ist die Redewen­dung „Du Weimarer Kün­stler!“ auch kein Schimpf­wort mehr.

Am kom­menden Sam­stag, dem 18 Sep­tem­ber laden 49 Ate­liers zur Besich­ti­gung ein. Von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Ver­anstal­ter des ist die Stadtkul­tur­di­rek­tion.