Von Claus Bach, 5. Juni 2013, 11:05 Uhr

Comicfiguren wurden schon immer erfolgreich für Zwecke der Produktreklame verhackstückt. So auch im Fall der aktuellen Werbekampagne des Rasierklingen – und Apparateherstellers Gillette. Dessen TV-Spot zur Bewerbung eigener Produkte setzt ganz und gar auf die ungebrochene Aura der weltberühmten Comicfigur:

„How does He shave?“ – „Wie rasiert Er sich?“ lautet im Video die süffisante Frage eines technischen Ingenieurs ans werberelevante Publikum.

Das ist nun aufgefordert, diese Frage via sozialer Netzwerke & Co zu beantworten. Offensichtlich erhoffte sich Gillette einen bunten Strauß verschiedener Rasurmethoden mittels hauseigener Produkte. Noch mehr freilich die Situation, in aller Munde zu sein.
Werbung mittels Kommunikation.

Doch damit hat sich das Unternehmen buchstäblich geschnitten. Denn jeder Superman – affine Mensch weiß schließlich, dass der Held noch nie irgendwelche Rasiergeräte zur Entfernung seiner Barthaare nutzte.

Das erledigt sein reflektierter Laserstrahl per Impuls vor dem Spiegel. Ein Klassiker. So kosmisch einfach ist das.

Genau das mussten sich nun die PR -Strategen der Rasierklingenbude anhören -und sehen. Ihnen wurde beinharte Ahnungslosigkeit auf ganzer Linie attestiert. Mittels geposteter Szenen des Comics und so weiter.

Mit anderen Worten: Blamage in den sozialen Netzwerken. Belehrend – ätzende Kommentare überall.

Doch selbst das nutzte besagter Firma. Bekanntlich ist Negativreklame fast noch besser als ihr Gegenteil. Denn nun erfreut sich Gillette massenhafter Zugriffe auf das firmeneigene Video im Netz. Peinlich bleibt die Sache freilich trotzdem für das Unternehmen.

Jetzt steht es da wie ein vertrottelter Abschreiber.

Und was sagt uns das? Nutze niemals fremde Subkulturen für Deine Zwecke.

Sie könnten sich gegen Dich wenden. Und Superman seinen Laserstrahl gen Gillette lenken und der Hütte eine Komplettrasur verpassen. Dann aber richtig.

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