Von Claus Bach, 12. Dezember 2007, 11:26 Uhr

…ist nicht nur ein geflügeltes Wort und wurde schon immer gern als Titel diverser Popsongs und Pamphlete genommen. Nein, diese penetrante Redewendung steht natürlich auch und gerade jetzt im wörtlichen Sinn zur Disposition. Denn spätestens nach der Verabschiedung des Nichtrauchergesetzes durch den Deutschen Bundestag ist klar, daß für Raucher eigentlich kein Platz mehr auf dieser Welt ist. Weggesperrt gehören sie.
Argumente werden fließbandartig geliefert, und auch die nötige kompatible Bildmontage – das fotografierte Porträt eines jungen Mannes mit Zigarette, welches zur rechten Hälfte zum Totenkopf wird, ist schon allgegenwärtiges visuelles Label geworden. Bliebe als nächstes allerdings die Frage, warum ausgerechnet die rechte und nicht etwa die linke Gesichtshälfte zum Totenkopf mutiert.
Die Antwort ist freilich simpel – schließlich lesen die Menschen zumindest im europäischen und anglo-amerikanischen Sprachkreis von links nach rechts, in Büchern wie Bildern.
In den Ländern außerhalb dieses Kulturkreises wird die Angelegenheit allerdings schwieriger, denn dort wird wie bekannt, von rechts nach links gelesen. Was zur Folge hätte, dass sich erwähnte Schock-Montage ins groteske Gegenteil verkehren würde: Gesund und lebendig durch puren Rauch. Na prima.
Und der bewußte „Welt-Nichtrauchertag“ stände mit diesem Label auf äußerst gesundheitspolitisch unkorrekten Füßen – oder besser Bildern.
Denn – und das mag sicher an den berühmten Haaren herbeigezogen sein – die politisch-parlamentarische Rechte wird in bewußter Bildmontage mal eben auch gleich zum Totenkopf stilisiert. Wer hat sich das bloß ausgedacht.
Ein ähnliches Bild gab es übrigens schon in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts als Briefmarkenmotiv. Damals wurde vor Drogenmißbrauch gewarnt. Zu sehen war das Haupt eines jungen blonden Hippimädchens, welches – von rechts nach links – zum Totenkopf mutierte.

Fazit: Wieder einmal hat die hysterische Nichtraucherlobby konzeptionell ordentlich danebengehauen.
Na denn Prost Mahlzeit – oder etwa gut Holz?

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