Von Claus Bach, 2. November 2011, 11:26 Uhr

Vielleicht erinnern sich noch viele an die verschiedenen Arten des Kamerawurfes per Zufallsprinzip:
Nachdem der Selbstauslöser an analoger oder digitaler Kompakt-Fotokamera aktiviert wurde, warf man das Gerät in die Luft und es löste aus. So entstanden prima verwischte Farbfotos.

Die hießen dann „Lomographie“ oder „Cameratoss“. Irgendwann aber war Ende der Fahnenstange. Die Sache wurde schlicht langweilig.

Nun aber ist es soweit. Ein neuer fotoaktionistischer Zeitsprung steht an:

Der nennt sich schlicht „Panoramawurf-Fotografie“. Die entsprechende Kamera existiert bisher allerdings nur als Prototyp. Entworfen wurde sie von Jonas Pfeil, einem 28jährigen Berliner Studenten der technischen Informatik.

Besagte Kamera sieht wie ein Handball aus und besteht aus 36 Handykamera-Modulen. Wirft man diesen Kameraball nun in die Luft, lösen alle Kameras gleichzeitig aus. Sie errechnen ein Panoramabild aus dem Blickwinkel der maximalen Wurfhöhe des Kameraballs. Freilich muss das Gerät nach dem Wurf wieder aufgefangen werden, bruchsicher ist es wohl noch nicht. Anschließend kann man dann am Rechner die 360 Grad-Panoramen anschauen – ohne aufwendige Korrekturen und Nachbearbeitungen.

So wird selbst das Zufallsbild aus luftiger Höhe ein ganz realistisches.

Nix mehr mit abstrakten Streifen. Die Panorama-Wurfkamera ist Jonas Pfeils Diplomarbeit und könnte ein ziemlicher Erfolg für den Jungen Mann werden. Ein Patent hat er schon angemeldet. Steht noch die Serienfertigung des Apparats aus. Und die wird sicher nicht lang auf sich warten lassen.

Auf die Idee kam der Student, weil ihn das ewige Nachbearbeiten herkömmlicher Panoramabilder nervte. Und derweil kann man sich auf seiner Webseite eine Menge Ergebnisse seiner Panoramawürfe anschauen: www.jonaspfeil.de/ballcamera.

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