Von Claus Bach, 12. Oktober 2011, 11:26 Uhr

Fast zeitgleich zur Imagekampagne des Thüringer Wirtschaftsministeriums findet sich im Internet ein weiterer Imagefilm zum kleinen Bundesland. Und der ist in jeder Hinsicht krasses Gegenteil zur krachledernen 30 Sekunden – Schnellschnitt  – Ästhetik der Werbeagentur KNSK.
Die hatte es ja eigentlich gut gemeint. Indem sie mutwillig schablonenhaft die Errungenschaften und Vorzüge des Wirtschaftsstandortes präsentierte. Was dann ziemlich austauschbar wurde.

Nun haben junge thüringer Medienschaffende einen ganz anderen Blick aufs grüne Bundesland entwickelt.
Und der geht so: Eine junge Frau macht nichts anderes, als sämtliche markanten thüringer Gegenden und Sehenswürdigkeiten zu durchlaufen. Sommerlich gekleidet ist sie meist schnurstracks und mit direktem Blick in die Kamera unterwegs.

Mehr passiert nicht. Und genau das ist das Ereignis. Die einfache und minimalistische Erzählweise des Films besticht. Und wirkt nochdazu ungemein sinnlich. Fernab jeglicher Heimattümelei. Beeindruckend. In reichlich zwei Minuten erlebt man eine simple Liebeserklärung ans Bundesland Thüringen.

Nicht mehr und nicht weniger. Das muss man erstmal hinkriegen. Und auch der Aufwand des Ganzen war weitaus geringer als der von eingangs erwähnter Agentur. Mit wenig Geld – gerade mal 500,00 € wurde eine Woche lang gefimt. Etwa 2100 km war das Team von fünf Männern und einer Frau unterwegs.

„Come Closer“ heißt der Trailer. Unterlegt mit Musik vom Erfurter Songwriter Clueso. Also hundertprozentig  von Thüringern für Thüringer, wie die Produzenten stolz verkünden.
Normalerweise verheißt so eine Ansage nichts gutes. Doch diesmal ist es genau andersrum.
Zu finden ist der Trailer unter: www.thueringen-trailer.com

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