Von Claus Bach, 21. Mai 2015, 15:39 Uhr

Provinzposse 2.0 : Nachdem am vergangenen Montag der erste Bauhaus-Stammtisch über die Runde gegangen ist, ließ die Reaktion der Initiative gegen den Museumsbau nicht lange auf sich warten.
Bekanntlich war deren Sprecher zur Diskutiere aus terminlichen Gründen nicht anwesend. Was freilich so nicht wirklich stimmt.
Denn auf seiner Facebook – Seite postet er nun den Mail – Wechsel mit dem Medienvertreter im Vorfeld der Veranstaltung. Um jenem die Schuld an seiner Abwesenheit zu zuweisen.

Neben einem neuen und später auch bestätigtem Terminvorschlag fällt darin vor allem die Forderung nach Offenlegung von insgesamt 13 aktuellen Kostenportionen zum Bau an den Journalisten ins Auge.

Als ob jener der Bauherr selbst wäre. Entsprechend fiel die Antwort des Journalisten aus. Der verwies an die Bauherren. Dabei war die Forderung nach Zahlen lediglich Vorwand.

Denn selbstverständlich witterte der Sprecher der Initiative eine Vorführe und bestand auf Chancengleichheit in der Diskussion.

Besonders mutig ist das nicht.

Im Kommentar zu besagtem Mail – Wechsel wird dann noch abstrakt suggeriert, dass für spezielle Akteneinsichten bezahlt werden muss. Erst zahlen, dann Zahlen und so weiter.

Und es kommt bekanntlich noch doller:
Seit geraumer Zeit führt besagte Initiative „Das Bauhausmuseum neu denken“ immer wieder eine vermeintlich kostengünstige Alternative ins Feld.

Und die kann bizarrer nicht sein.
Allen Ernstes will sie das neue Bauhaus – Museum in einen Teil des ehemaligen Gauforums verfrachten. Also in einen Alt – Nazi-Bau. Gehts noch? Das Einkaufszentrum in einem Teil des Gauforums ist schon grenzwertig.

Aber damit werden die geistigen NS – Granden der 1930iger Jahre so richtig salonfähig gemacht.
Gauleiter Fritz Sauckel und Konsorten hätten ihre späte helle Freude daran.

Auf diese unfreiwillige Symbolik muss man erstmal kommen.

Doch so treten denn auch die Konturen der vermeintlichen Initiative langsam, aber immer deutlicher ans Licht.

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