Stammtisch – Wahrheit

Prov­inz­posse 2.0 : Nach­dem am ver­gan­genen Mon­tag der erste Bauhaus-Stammtisch über die Runde gegan­gen ist, ließ die Reak­tion der Ini­tia­tive gegen den Muse­ums­bau nicht lange auf sich warten.
Bekan­ntlich war deren Sprecher zur Disku­tiere aus ter­min­lichen Grün­den nicht anwe­send. Was freilich so nicht wirk­lich stimmt.
Denn auf seiner Face­book – Seite postet er nun den Mail – Wech­sel mit dem Medi­en­vertreter im Vor­feld der Ver­anstal­tung. Um jenem die Schuld an seiner Abwe­sen­heit zu zuweisen.

Neben einem neuen und später auch bestätigtem Ter­min­vorschlag fällt darin vor allem die Forderung nach Offen­le­gung von ins­ge­samt 13 aktuellen Kosten­por­tio­nen zum Bau an den Jour­nal­is­ten ins Auge.

Als ob jener der Bauherr selbst wäre. Entsprechend fiel die Antwort des Jour­nal­is­ten aus. Der ver­wies an die Bauher­ren. Dabei war die Forderung nach Zahlen lediglich Vor­wand.

Denn selb­stver­ständlich wit­terte der Sprecher der Ini­tia­tive eine Vor­führe und bestand auf Chan­cen­gle­ich­heit in der Diskus­sion.

Beson­ders mutig ist das nicht.

Im Kom­men­tar zu besagtem Mail – Wech­sel wird dann noch abstrakt sug­geriert, dass für spezielle Aktenein­sichten bezahlt wer­den muss. Erst zahlen, dann Zahlen und so weiter.

Und es kommt bekan­ntlich noch doller:
Seit ger­aumer Zeit führt besagte Ini­tia­tive „Das Bauhaus­mu­seum neu denken“ immer wieder eine ver­meintlich kostengün­stige Alter­na­tive ins Feld.

Und die kann bizarrer nicht sein.
Allen Ern­stes will sie das neue Bauhaus – Museum in einen Teil des ehe­ma­li­gen Gau­fo­rums ver­frachten. Also in einen Alt – Nazi-Bau. Gehts noch? Das Einkauf­szen­trum in einem Teil des Gau­fo­rums ist schon gren­zw­er­tig.

Aber damit wer­den die geisti­gen NS – Granden der 1930iger Jahre so richtig salon­fähig gemacht.
Gauleiter Fritz Sauckel und Kon­sorten hät­ten ihre späte helle Freude daran.

Auf diese unfrei­willige Sym­bo­lik muss man erst­mal kom­men.

Doch so treten denn auch die Kon­turen der ver­meintlichen Ini­tia­tive langsam, aber immer deut­licher ans Licht.