Mr. Lee and the cat camera

Ein­mal ist bekan­ntlich immer das erste mal. So oder ähn­lich muss es dem in Amerika leben­dem deutschen Inge­nieur Jür­gen Perthold ergan­gen sein: Der wun­derte sich über die ungewöhn­lich lange Abwe­sen­heit seines ihm zuge­laufe­nen Katers Namens »Mr. Lee« und beschloss, für ihn eine Art Mini-Begleitkam­era zu entwick­eln. Laut Presse­berichten nach­fol­gend nun
die Details seines Entwick­lungs­planes:

1. Die Kam­era muss klein, leicht und kostengün­stig sein.
2. Ein Steuerg­erät muss die Kam­era im Minu­ten­takt aus­lösen.
3. Die Kam­era muss vor Katzenan­grif­fen geschützt sein.
4. Das Gerät muss am Kater zu befes­ti­gen sein.

Ohne zuviel Marken­reklame zu betreiben, entsch­ied sich Perthold nach langer Recherche für das kleine Mod­ell des Typs „VisaquestVQ1005“ – eine Schlüs­se­lan­hänger-Kam­era, die ohne Bat­te­rien etwa 35 Gramm wiegt.
Nach entsprechen­dem Umbau war das Gerät fer­tig und Mr. Lee bekam es umge­hängt.
Was er, anfangs noch wider­willig, mit sich geschehen ließ.
So fotografiert die Kater­hals­band-Kam­era nun die Orte, welche der Kater den lieben lan­gen Tag so auf­sucht.

Bis ins Detail ist Mr. Lees All­tag im ländlichen South Car­olina doku­men­tiert:
Mit­tels der Boden­per­spek­tive wirken die Dig­i­tal­bilder freilich alle ziem­lich drama­tisch, fast wie aus einem „Dogma“-Film der frühen Jahre. Die Inhalte selbst über­raschen freilich nicht beson­ders:
Man sieht viele Auf­nah­men unter diversen Autos, eine Menge anderer Artgenossen, sehn­süchtige Blicke hin­auf zu einem Vogel­haus und freilich wieder­holte Annäherun­gen

an die eine rothaarige Katze seines Lebens.

Dabei dürften Mr.Lees Chan­cen, bei der Dame zu lan­den, die allerbesten sein. Schließlich hat nicht jeder Kater seine Kam­era dabei und kann sich so „the one and only cat pho­tog­ra­pher“ nen­nen.

Für Perthold allerd­ings beginnt sich die Sache schon langsam aber stetig auszuzahlen: Für 30 Dol­lar ist die umge­baute Kam­era erhältlich, auf seiner Web­site kann man die Bilder des Katers und die ganze Entste­hungs­geschichte prima nach­le­sen.

Bleibt Mr.Lee nur noch eines zu wün­schen: Allzeit gut Licht!