Von Claus Bach, 2. Oktober 2013, 11:05 Uhr

Seit dem Erbeben in Japan und dem daurauf folgenden Tsunami im März 2011 schwimmen bekanntlich unzählige Trümmer des Ereignisses im Pazifischen Ozean.

Freilich kommt es vor, dass das eine oder andere irgendwann an irgendeiner Küste angespült wird. Je nach Meeresströmung landen dabei offensichtich viele an der Westküste der USA.

Wie beispielsweise ein riesiger Schiffsanleger. Der wurde im Juni 2012 am Agate Beach bei Portland im Bundesstaat Oregon an den Strand gespült.

Dieses bisher größte Tsunami – Trümmerteil besteht aus Beton, Styropor und Stahl. Es soll etwa 20 Meter lang, sechs Meter breit und zwei Meter hoch sein. Das Gesamtgewicht liegt bei gut 165 Tonnen. Recherchen ergaben, dass dieser Schiffsanleger aus der Präfektur Aomori im Norden der japanischen Hauptinsel stammt. Auch verrät eine Metallplakette den japanischen Hersteller des Objekts.

Laut Agenturmeldungen sollen noch etwa 20 Millionen Tonnen Tsunami – Schrott im Pazifik treiben. Deren Spur allerdings haben die Forscher längst verloren. Auch besteht keine wirkliche Klarheit darüber, wie radioaktiv die Trümmerteile des havarierten Atomkraftwerks Fukushima noch im Pazifik sind – oder eben nicht.

Und A propos Tonnen:
Seit einigen Monaten stehen an vielen Weststränden des US – Bundesstaats Oregon auffällig große, violett gefärbte Behälter mit Klappdeckel.
Die örtlichen Behörden haben sie aufstellen lassen. Es handelt sich dabei um Mülltonnen, in welche angespülte Tsunami – Trümmerteile von Strandspaziergängern – und Nutzern gelegt werden sollen.

Die violette Färbung ist eine Isolierschutz gegen eventuelle Radioaktivität des Treibguts.

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