Von Claus Bach, 25. September 2013, 11:05 Uhr

Nach der zu Ende gegangenen Bundestagswahl geht es nun ans große Aufräumen. Das betrifft freilich auch die Säuberung des lokalen Stadtraumes von den Wahlplakaten der beteiligten Verursacher.

Ein letztes Mal waren die Politgranden der FDP und deren paradiesisch inszenierte Bilder zu sehen.

Doch was in der realen Welt verschwindet, lebt in der medialen erst recht weiter.

Anfangs kursierten einige lustige Witze wie nachfolgende über die Partei:
Was unterscheidet die FDP von einem Motorrad? Das Motorrad hat zwei Sitze.
Oder:
Was haben FDP und Beck’s gemeinsam? 4,9 %.
Und weiter:
Wie viele FDP -Mitglieder braucht man, um eine Birne zu wechseln?
Keines. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen und die Steuern gesenkt werden, wird der Markt dafür sorgen, dass sich die Birne von selbst wechselt.

Nun hat auch die visuelle Welt reagiert. Im speziellen die Werbebranche. Was eigentlich zu erwarten war.
Und wer ist dafür nicht kompetenter als jene Mietwagenfirma, welche schon immer durch spontane Reaktionen auf aktuelle Zeitereignisse auffällig geworden ist?

Die Firma Sixt ist auf sowas abonniert und hat die Angelegenheit als Steilvorlage punktgenau genutzt.
Am Tag drei nach dem Rausschmiss der FDP aus dem deutschen Bundestag startet die Mietwagenfirma ihre neue Werbekampagne mit einem situationsbezogenen Poster im Querformat:

Vor orange-grauem Hintergrund ist ein schickes Zweisitzer – Edelcabrio mit offenem Dach in silbermetallic -Optik abgebildet. Darunter steht mit dicken schwarzen Lettern geschrieben: „Mehr Sitze als die FDP“

Aua. Das ist etwas flau, weil die Pointe abgeguckt und ziemlich phantasielos weiterverwertet wurde.
Siehe Motorradwitz eingangs.

Fazit: Wenigstens eignet sich die Partei noch als unfreiwilliger Werbeträger.
So was nennt man visuelle Resteverwertung.

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