Von Claus Bach, 21. September 2011, 11:26 Uhr

…Das ist Thüringen! Mit dieser nicht ganz neuen Botschaft endet der neue TV-Spot zur Imagekampagne für das kleine, aber feine Bundesland. Doch außer dem Titel ist in der Tat alles neu. Denn in 30 Sekunden flimmert ein visueller Parcours der schnellen, aber markanten Art vor unseren Augen ab:

Er beginnt mit einer Kamerafahrt durch die Metropole New York zur berühmten Brooklyn Bridge. Die wurde von dem Ingenieur John August Roebling aus Mühlhausen konstruiert. Nach Nahansichten einer Flugzeugturbine startet die neuste Boeing in den Himmel. Ein Verweis auf den thüringer Zulieferer. Anschließend eine Mountainbike-Fahrt durch den Thüringer Wald, ein Paddelboot auf einem See schafft kurze Ruhe  und dient als Überleitung zum Fotoshooting mit dem weiblichen Thüringen – Promi, dem Model Eva Padberg. Zumindest gebürtig in Bad Frankenhausen. Danach startet ein neongelber Sportwagen in Richtung Kulturköpfe. Schiller, Goethe, Bach und Luther. Die werden von Hochleistungs – Wintersport szenen abgelöst. Mit Einstellungen optischer Geräte für die Satellitentechnink klingt der Spot im Weltall aus.

Das ist verwegen und mutwillig dick aufgetragen.

Aber: Zum ersten Mal wird das grüne Herz Deutschlands nicht mehr auf seine etablierten Naturalien reduziert. Kein Bratwurstatarm. Erholsam und endlich mal mehr als der kleinste gemeinsame Nenner. Es geht eben auch anders. Und das gar nicht schlecht.

Die Hamburger Agentur KNSK ist verantwortlich für die gesamte Kampagne. In Auftrag gegeben vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie. Nach langer Zeit ein Lichtblick.

Gut Ding will eben manchmal viel Weil haben.