Von Claus Bach, 21. April 2017, 11:48 Uhr

Wer diese Worte in eine Suchaschine im Netz eingibt, wird recht schnell auf nachfolgendes Bild stoßen. Eines, das man nicht so leicht vergisst. Es könnte auch gut eine Szene aus einem Science Fiction – Film sein:
Die Erde im Weltraum, umkreist von vielen kleinsten silbrig schimmernden Metallteilen, die ihre Kreise um den Planeten ziehen. Wie eine zweite Atmosphäre sieht das aus. Bedrohlich schön.
Fast eine Art Neoromantik des 21. Jahrhunderts.
Doch beim Heranzoomen entpuppt sich das Ganze als Weltraumschrott. Etwa 1400 Satelliten umkreisen die Erde und machen unsere alltägliche Kommunikation möglich. Vom Navi im Auto bis hin zum Smartphone.
Nun scheint selbst im Weltall schlicht Platz zu fehlen. Denn immer öfter kollidieren einige Satelliten miteinander und produzieren Kommunikationsschrott im Orbit. Der nicht ganz ungefährlich ist.
Zwar verringert sich diese Teilchenzahl beim Eintritt in die Erdatosphäre, und viele der Metallteile sollten verglühen.
Doch nun scheint eine Art Oberkante erreicht zu sein. Denn die Menge besagten Schrotts ist derart angewachsen, dass sich die Situation bedrohlich zuspitzt.
Das war Grund für die Europäische Raumfahrtbehörde, eine erneute Nachhaltigkeitskonferenz zum Thema einzuberufen. Mittlerweile ist es die sechste.
Beschlossen wurde und wird jeweils guter Wille: Als da wären Entsorgung nach Beendigung der jeweiligen Missionen. Eine Einigung bezüglich des kurzfristigen Bedarfs an aktiver Beseitigung von Weltraummüll. Dringender Bedarf an Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, um eine „Pilot“-Mission zur Weltraummüllbeseitigung zu ermöglichen.
Und selbstverständlich die Erkenntnis, dass es sich bei der Beseitigung von Weltraummüll um ein Umweltproblem auf globaler Ebene handelt. Das wiederum kann nur im internationalen Kontext angegangen werden, einschließlich der UN -Gremien. Und so weiter.
Mit anderen Worten: Wie auf der Erde sollte rasch eine aktive Weltraummüll – Beseitigungstechnologie entwickelt werden.
Einen Namen gibt es auch schon für die Sache:
Die nennt sich „Clean Space“. Hört und liest sich ja schon mal cool.
Fehlt nur noch das orbitale Müllmobil.

Sie können jederzeit einen eigenen Kommentar mit Hilfe des Formulars am Seitenende hinzufügen.

Bisher keine Kommentare zum Artikel

  1. Bisher keine Kommentare

Kommentiere den Artikel

SPAM-Schutz
Wenn Du kein SPAM-Bot bist,
fülle bitte dieses Feld aus. *
Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.



Kommentare zu diesem Artikel über RSS 2.0-Feed verfolgen