Weltall, Erde, Müll

Wer diese Worte in eine Suchas­chine im Netz ein­gibt, wird recht schnell auf nach­fol­gen­des Bild stoßen. Eines, das man nicht so leicht ver­gisst. Es kön­nte auch gut eine Szene aus einem Sci­ence Fic­tion – Film sein:
Die Erde im Wel­traum, umkreist von vie­len kle­in­sten sil­brig schim­mern­den Met­all­teilen, die ihre Kreise um den Plan­eten ziehen. Wie eine zweite Atmo­sphäre sieht das aus. Bedrohlich schön.
Fast eine Art Neoro­man­tik des 21. Jahrhun­derts.
Doch beim Her­an­zoomen ent­puppt sich das Ganze als Wel­traum­schrott. Etwa 1400 Satel­liten umkreisen die Erde und machen unsere alltägliche Kom­mu­nika­tion möglich. Vom Navi im Auto bis hin zum Smart­phone.
Nun scheint selbst im Weltall schlicht Platz zu fehlen. Denn immer öfter kol­li­dieren einige Satel­liten miteinan­der und pro­duzieren Kom­mu­nika­tion­ss­chrott im Orbit. Der nicht ganz unge­fährlich ist.
Zwar ver­ringert sich diese Teilchen­zahl beim Ein­tritt in die Erdatosphäre, und viele der Met­all­teile soll­ten ver­glühen.
Doch nun scheint eine Art Oberkante erre­icht zu sein. Denn die Menge besagten Schrotts ist der­art angewach­sen, dass sich die Sit­u­a­tion bedrohlich zus­pitzt.
Das war Grund für die Europäis­che Raum­fahrt­be­hörde, eine erneute Nach­haltigkeit­skon­ferenz zum Thema einzu­berufen. Mit­tler­weile ist es die sech­ste.
Beschlossen wurde und wird jew­eils guter Wille: Als da wären Entsorgung nach Beendi­gung der jew­eili­gen Mis­sio­nen. Eine Eini­gung bezüglich des kurzfristi­gen Bedarfs an aktiver Besei­t­i­gung von Wel­traum­müll. Drin­gen­der Bedarf an Forschungs- und Entwick­lungsak­tiv­itäten, um eine „Pilot“-Mission zur Wel­traum­müllbe­sei­t­i­gung zu ermöglichen.
Und selb­stver­ständlich die Erken­nt­nis, dass es sich bei der Besei­t­i­gung von Wel­traum­müll um ein Umwelt­prob­lem auf glob­aler Ebene han­delt. Das wiederum kann nur im inter­na­tionalen Kon­text ange­gan­gen wer­den, ein­schließlich der UN -Gremien. Und so weiter.
Mit anderen Worten: Wie auf der Erde sollte rasch eine aktive Wel­traum­müll – Besei­t­i­gung­stech­nolo­gie entwick­elt wer­den.
Einen Namen gibt es auch schon für die Sache:
Die nennt sich „Clean Space“. Hört und liest sich ja schon mal cool.
Fehlt nur noch das orbitale Müll­mo­bil.