Von Claus Bach, 7. September 2011, 11:26 Uhr

Am kommenden Sonntag jährt sich der Anschlag auf das World Trade Center in New York zum zehnten Mal. Und seit Tagen hagelt es in allen Medien Rückblenden der üblichen Coleur. Wie jedes Jahr. Von aufgewärmten Verschwörungstheorien bis hin zu immer wieder verstörend – persönlichen Erlebnisberichten der Kathastrophe.

Doch dieses Mal ist etwas anders:
Erstmals wurden im TV zeitgenössische Dokumentationen der unmittelbar folgenden geopolitischen Veränderungen jener Zeit ausgestrahlt. Jeweils aus der Perspektive der Akteure. Kommentare und Statements von innen.

Minutiös war zu sehen und zu hören, wie unverschämt der damalige Neokonservative Flügel der US-Regierung die Weltöffentlichkeit belog. Und damit zwei Endlos – Kriege auslöste. Von wegen Massenvernichtungswaffen im Irak. Wer widersprach war undankbar, unamerikanisch, gegen die Freiheit und Demokratie und so weiter.

Ein surreales Szenario, wenn es denn nicht so real gewesen wäre.

Aber auch die mutige Haltung der damaligen Rot-Grünen Bundesregierung wurde nochmals deutlich. Zumal sie anfangs mit ihrer Verweigerung des Irakkriegs ziemlich alleine da stand.
Aktuelle Interviews mit den agierenden Politikern vermitteln erhellende Einblicke dieser komplizierten Situation.

Eigentlich ist das heute alles hinreichend bekannt.
Doch eines bleibt auch im Gedächtnis:

Rückblickend kann man nur erleichtert sein, dass im Jahre 2002 keine CDU-Regierung in Deutschland das Sagen hatte. Denn die war seinerzeit den US-Rattenfängern gründlich auf den Leim gegangen und wäre den USA mit fliegenden Fahnen in jeden vermeintlichen Krieg gegen den Terror gefolgt.

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