Von Claus Bach, 12. Februar 2013, 11:34 Uhr

30 Jahre sind seit dem ersten Mensafasching der heutigen örtlichen Bauhaus-Universität Weimar vergangen. 1983 hieß das freilich noch „Mensafasching der Hochschule für Architektur und Bauwesen“.

Folgerichtig wurde das nun anstehende Jubiläum vom Faschingskomitte der UNI zum diesjährigen Thema durchgewunken. So zierte denn ein zünftiger Farbstrudel das Plakat des Ereignisses. Gepflastert mit den Logos der auffällig zahlreichen Sponsoren.

Bis vor einigen Jahren fand der feuchtfröhliche Mummenschanz noch ganz real in der Mensa der UnI statt. Doch die Dinge haben sich geändert.

Vergangenheit ist wohl auch die Tradition eines kompatiblen Elferrates im Vorfeld des Ereignisses. Der sorgte noch Mitte der 1980iger Jahre für hochschulinternes Aufsehen:

In dem sich seine Mitglieder auf einem Gruppenfoto hinter irritierend weißen Masken präsentierten. Und gleich mal zwei nicht wirklich geduldete Punkbands zum Faschingstanz einluden. Noch dazu welche mit Ausreiseantrag in die BRD. Was wiederum ordentlich Stress für alle Beteiligten nach sich zog.

Denn Hochschul -Parteileitung und lokale Staatsicherheit verstanden eben keinen Spaß. Schluss mit lustig. So wurden die üblichen Gespräche geführt. Kritik und Selbstkritik geübt und schwups – aufgelöst war der Elferrat. Ende der Durchsage.

Eine ordinäre Karnevalsposse im perversen Kindergarten Namens DDR. Da war halt alles übersichtlich, Freund und Feind klar zu unterscheiden. Die Zeit stand still. Selbstverständlich ist das heute mehr als nur anders.

Längst finden die Partys anderswo statt.

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