Claus Bach | Weimar - Fotografie

RotGelbBlau: Gropiusblitz und Treppenauge

Bauhaus-Direk­tor Wal­ter Gropius ent­warf das “Märzge­fal­l­enen-Denkmal” als Zweit­plazierter eines Entwurf­swet­tbe­werbes im Jahre 1921 zum Gedenken an die Opfer des Kapp-Putsches. Es steht  auf dem Weimarer Haupt­fried­hof. Eine unge­mein futur­is­tis­che Skulp­tur, welche die aus dem Boden auf­streben­den Kräfte einer neuen Zukunft verdeut­lichen sollte. So ähn­lich beschrieb der Meis­ter selbst seine Arbeit.

Im Volksmund heißt Gropius „Märzge­fal­l­enen-Denkmal“ heute schlicht „Gropius­blitz“. Dieser Name wurde fotografisch wörtlich genom­men und die Expres­siv­ität der Skulp­tur mit­tels far­biger Blit­zlicht-Insze­nierung in den Grund­far­ben des Bauhauses über­setzt: Blau, rot und gelb.

Ähn­lich wurde mit dem ellip­tis­chen Trep­pen­haus des Haupt­ge­bäudes der heuti­gen Bauhaus-Uni­ver­sität umge­gan­gen: Es war im Jahre 1911 nach Entwür­fen des bel­gis­chen Architek­ten Henry van de Velde erbaut wor­den.

So ent­standen zwei zeit­genös­sis­che Inter­pre­ta­tion dieser Arbeiten:

Der Gropius­blitz
Das Trep­pe­nauge